Home
Aktuelles
Geschichte
ASV
Training
Über uns
Termine
  Boxsport
  Bilder
  Datenschutz
  Impressum
  Gästebuch
  Forum
  E-mail
  Links

.

Archiv

- Archiv
- Aktuelle Kämpferliste unserer Aktiven
 







01.03.2015
ASV-Magazin 02/15
Da sind wir doch wieder!  Und ja - es gibt uns natürlich noch.
Nach einiger Zeit der Abwesenheit im ASV-Magazin,
möchte ich mich nun wieder zurückmelden und Euch natürlich
die Neuigkeiten, rund um die ASV Wuppertal Boxabteilung, nicht vorenthalten.

Sportlich wird sich bei uns in der Boxabteilung etwas verändern.
Unser Trainer, Kevin Günther, unterstützt nun auch den neu aufgestellten
Velberter Box-Club in seiner Jugendarbeit. Kevin Günther wird in Velbert die
Leitung des Landesleistungsstützpunkts übernehmen und mit jungen Boxern
aus den umliegenden Vereinen trainieren und Sparringseinheiten durchführen.
Wie nun genau die Zusammenarbeit in Zukunft mit dem Velberter BC aussehen wird,
werden wir in den kommenden Wochen zusammen besprechen, denn nach wie vor
wird Kevin Günther unsere Leistungsgruppe trainieren.
Hier erhält er natürlich gute Unterstützung von Dzharimas Temirkanov,
unserem Trainer der Anfängergruppe und unserem Jugendwart Musa Kol. 
Da unser zweiter B-Lizenz Trainer Eugen Lenz im Moment leider ausfällt,
sind wir auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung im Anfängerbereich.
Bei Interesse bitte einfach bei uns melden.


Unsere erfolgreiche Boxerin Pinar Yilmaz hat am 09.01.2015 in Wuppertal
ihren "Sparringspartner" Hamza Touba geheiratet.





So wie Pinar sagt, war es ein grandioser Tag, super aufregend und super emotional.
Tränen kullerten in einigen Momenten, einfach nur toll wie sie fand.
Es war eine türkisch - marokkanische Hochzeit und Pinar hat nun den
Familiennamen ihres Mannes Hamza Touba angenommen.

Nochmals herzlichen Glückwunsch von uns, liebe Pinar und lieber Hamza.

Seit Februar wohnen und trainieren die beiden nun in Heidelberg.
Hamza ist ebenso wie Pinar im DBV Kader und sehr erfolgreich.
Hamza Touba (SG Kaarst), mehrfacher Deutscher Meister,
startet in der 2. Bundesliga für Hertha BSC Berlin und ebenfalls für
Polen in der World Series of Boxing (WSB).
Also nicht nur optisch geben die Beiden ein tolles Paar ab,
sondern auch sportlich passen beide gut zusammen.

Pinar Touba (wie ungewohnt mit neuem Namen) hat ihr Studium an der Uni Köln
abgeschlossen (Grundschullehramt, 1. Staatsexamen) und macht nun ihr
Referendariat in Heidelberg an einer Grundschule.
Trotz der Entfernung boxt sie weiterhin für den ASV Wuppertal, das macht mich
natürlich unheimlich stolz und ich hoffe, dass wir Pinar noch etwas bei uns halten
können. Da kommt uns natürlich jede Unterstützung recht, um dieses zu ermöglichen.
Pinar wird zurzeit durch den Förderkreis Leistungssport Wuppertal
finanziell etwas unterstützt, sucht aber natürlich noch Sponsoren.

Aus sportlicher Sicht haben nun die Vorbereitungen für den Girls Cup in Hamburg
und die Deutschen Meisterschaft in Saarbrücken (Mai) begonnen.





 Vorstellung unserer "neuen" Erstliga-Mannschaft.





Wer jedoch genau hinschaut, erkennt nicht nur unser hoffnungsvolles
ASV Wuppertal Talent aus der Juniorenklasse Kadir Kol,
sondern auch das Team, welches mit Erstliga-Mannschaft gemeint ist. 
Gemeint ist unser Bergischer Handball-Club 06, der im Moment einen
Tabellenplatz im Mittelfeld der Handball Bundesliga belegt.

In ihrer schweißtreibenden Vorbereitung auf die Restrunde waren die
Bergischen Löwen zu Gast in unserer altehrwürdigen Trainingshalle
auf dem Sedansberg in Wuppertal Barmen.
Hier wurden heute mal das "Harz" gegen die Boxhandschuhe ausgetauscht,
ebenso die Cheftrainer.  Sebastian Hinze, Cheftrainer des BHC, fügte sich heute
mal den Anweisungen unseres Trainers Kevin Günther.
Nach der Aufwärmphase und einer kurzen Einführung in die Boxgrundkenntnisse
wurden die Boxhandschuhe angezogen. Und auch hier konnte man feststellen,
dass der BHC verdammt gut verteidigen und auch austeilen kann.
Milos Dragas, eigentlich Rückraumspieler Links, "haute" unseren Trainer
Kevin Günther auf die Bretter, wo einst schon Wilfried Sauerland, Profibox-Promoter,
der mit Henry Maske den Boxsport in Deutschland wieder salonfähig machte und
Karl-Heinz Brüne (Kalla), der schon seit 1950 und damit vereinsältestes Mitglied
unserer Boxabteilung ist, den Boxsport erlernte. Beide waren schon vor der
ASV Fusion in den 70'er Jahren Mitglieder der SSVg Barmen (blau-gelb).
Ebenfalls erlernte natürlich auch unsere für Deutschland startende Boxerin
Pinar Touba (Yilmaz), mehrmalige Deutsche Meisterin, den Boxsport auf dem Sedansberg.

Auf jeden Fall war es für beide Seiten eine interessante und lustige Abwechslung
und wir wünschen auf diesem Wege unserem BHC alles Gute für die
restlichen Spiele der Rückrunde.




Ihr könnt Euch sicherlich noch daran erinnern, unter der Rubrik „Interessantes
aus dem Boxsport“ wurden hier mal Beiträge von Marco Theuer aus Neutraubling
bei Regensburg veröffentlicht. Das würde ich hiermit heute gerne wieder fortführen.
Dieses Mal aber mal mit einem Thema, über das der „Deutsche“ nicht so gerne spricht.



Interessantes aus dem Boxsport

von Marco Theuer*

Holocaust - die Schicksale verfolgter KZ-Boxer
Viele Sportler fielen im Konzentrationslager den Nazis zum Opfer

In einigen Konzentrationslagern ließen die Nazis zum Spaß Häftlinge gegeneinander
um Leben und Tod kämpfen. Auch einige Boxer waren Teil dieses Aspekts des Holocaust. 

Der jüdische Boxer Victor Perez gewann 1931 die Weltmeisterschaft im Fliegengewicht.
1943 wurde er aufgrund einer Denunziation verhaftet und ins KZ Buna/Monowitz
verfrachtet. Dort erlaubten ihm die Nazis aus Eigennutz und mit Hintergedanken anfangs
ein wenig zu trainieren, aber danach wurde er behandelt wie alle anderen Häftlinge auch.

Kämpfen im KZ – Boxer dienen zur Belustigung der Nazis

Um die Überlegenheit der arischen Rasse zu demonstrieren, organisierten SS-Männer
einen Boxkampf zwischen einem Wächter und Victor Perez. Doch das Sportidol machte den
Nazis einen Strich durch die Rechnung und knockte den Wachmann aus. Das war der
letzte Sieg des einstigen Boxchampions. 1945 kam Perez nach Räumung des Lagers
auf einem Todesmarsch ums Leben, vermutlich wurde er aufgrund eines Fluchtversuchs
erschossen oder starb an völliger Entkräftung. Er wurde nur 33 Jahre alt.
 
Perez war aber nicht der einzige Klasseboxer, der zur Unterhaltung der Nazis im KZ
fighten musste. Der Grieche Salamo Arouch gehörte auch zu den KZ-Boxern.
Im Gegensatz zu Perez überlebte er allerdings den Holocaust. Sogar Hollywood nahm
sich später seiner Geschichte an und verfilmte 1989 mit Willem Dafoe in der Hauptrolle
unter dem bizarr anmutenden Titel „Triumph des Geistes“ die Biografie Arouchs.

Stoff für Hollywood: das Leben der KZ-Boxer

Salamo Arouch war 1941 Balkanmeister im Weltergewicht. 1943 wurde er zusammen
mit seiner Familie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert.
Dort bestritt er unzählige Kämpfe, um die Wachmannschaften bei Laune zu halten, die
darauf warteten, dass Blut floss. Für jeden Sieg erhielt Arouch ein Butterbrot und durfte
in der Küche arbeiten. Das Boxen sicherte ihm so das Überleben im Konzentrationslager.

1945 wurde er in das KZ Bergen-Belsen verfrachtet und musste bis zur Befreiung des Lagers
durch die britische Armee Zwangsarbeit leisten. Nach dem Krieg heiratete er Martha, die
ebenfalls aus Thessaloniki stammte und deportiert worden war. Gemeinsam übersiedelten sie
1945 nach Palästina, wo er als Schiffsmakler arbeitete. 2009 starb Arouch mit 86 Jahren.

Die Schicksale der KZ-Boxer als Zeitzeugenberichte in Büchern
Eines Tages werde ich alles erzählen“, ist die veröffentlichte Biografie des ehemaligen
Schwergewichtsboxers Hertzko Haft, der im Konzentrationslager zum Totschläger
degradiert wurde. Es ist neben der tragischen Geschichte des boxenden Zigeuners
Johann Trollmann das einzige in deutscher Sprache verlegte Buch,
in dem der Missbrauch des Boxsports von Augenzeugen beschrieben wird.

Die schonungslose Autobiographie von Haft, der den Holocaust dank seiner Brutalität
und Kaltblütigkeit überlebte, wurde von seinem Sohn Alan Scott Haft aufgeschrieben.
Der Autor gebraucht dabei keinen ausgefeilten Stil, doch der nüchterne, bisweilen
lakonische Tonfall ist dem Gegenstand in vielen Passagen angemessen. Der Chronist
betrachtet die Erzählung seines Protagonisten nicht ohne Vorsicht und unterschlägt
auch nicht, dass Haft ein gewalttätiger Mensch und Antiheld war.

„Aber das Herz war gesund!“

Dieser Spruch stammte vom Boxer Jakob „Johnny“ Bamberger, der zu den wenigen
Sinti gehörte, die das Dritte Reich überlebten. Bamberger war ein begeisterter
Sportler und galt in den 30er Jahren als einer der besten Amateurboxer Deutschlands.
Mehr als 400 Mal stand er im Ring. 1936 gehörte er der deutschen Olympia- Auswahl an.
1940 wurde er ins KZ Flossenburg nach Dachau gebracht, in dem er medizinische
Experimente über sich ergehen lassen musste.

1980 schilderte Jakob Bamberger seine schlimmen Erfahrungen bei einem Vortrag in Dachau:
„Ich musste 1943 bei den Meerwasserversuchen mitmachen. Diese Versuche wurden zu dem
Zweck gemacht, um für die deutschen Flieger, die über dem Meer abgeschossen wurden,
herauszufinden, wie lange ein Pilot, wenn er kein Essen und Trinken mehr hat, sich allein mit
Meerwasser erhalten kann. Ich musste das Meerwasser so lange trinken, bis ich umgefallen bin.
Das waren 18 Tage. Stellen Sie sich vor, wie ich ausgesehen habe: Wenn ich mich beim Boxen
auf eine Meisterschaft vorbereitet habe, da habe ich 95 Pfund gewogen. In Dachau aber bin
ich spindeldürr gewesen. Meinen Mantel konnte ich dreimal um mich herumwickeln.
Aber das Herz war gesund und ich war gut durchtrainiert, so dass ich diese Mördergrube
überstehen konnte. Bevor ich ins KZ kam, war ich als Boxer noch bei den
deutschen Meisterschaften. Daher hatte ich eine
besonders gute Kondition. Die anderen haben das nicht solange durchgehalten.“

Jakob Bamberger war 49 Monate in KZ-Haft. Seine Frau und die meisten seiner Angehörigen
wurden in den Konzentrationslagern ermordet. Nach dem Krieg musste Jakob Bamberger
jahrelang prozessieren, um 1969 eine kleine „Wiedergutmachung“ und eine Mindestrente zu
bekommen. Ein Nierenschaden, der durch die Meerwasserversuche verursacht war, wurde
jahrelang von den Ämtern als Sportverletzung eingestuft.
Jakob „Johnny“ Bamberger starb 1989.

Sportliche Duelle im Konzentrationslager

Boxen war nach Fußball die „zweite populäre Sportdisziplin“ im KZ Auschwitz. „Populär“ auch
bei der SS, die mitunter an lebenden und durch Fesselung wehrlosen Gefangenen Boxschläge
trainiert haben soll. Bei den Gefangenen selber ging es sportlicher zu, auch wenn die üblichen
Gewichtsklassen nicht immer genau eingehalten wurden. So konnte es geschehen, dass der Pole
Anton Kolczynski („Kolka“), vor dem Krieg Mitglied der polnischen Nationalstaffel, gegen
einen konditionell und gewichtmäßig weit überlegenen Deutschen antreten musste.

Benachteiligung und Repressalien fürchtete auch der Boxer Tadeusz Pietrzykowski, der 1941
gegen den deutschen Kapo Walter antrat. Er traf den Gegner nach wenigen Minuten so hart,
dass dieser eigentlich kampfunfähig war. Als Pietrzykowski besorgt nachfragte, ob alles in
Ordnung sei, antwortete Walter sportlich fair: „Alles ist in Ordnung“. Dann gab er die
Auseinandersetzung im Ring ohne Rachegelüste auf. Pietrzykowski gewann später auch gegen den
Deutschen Stein, der immerhin Ex-Europameister und Deutscher Meister war. 1943 verlegte
man den Polen ins KZ Neuengamme, was ihn vor den Auschwitzer Gaskammern bewahrte.

Im Jahr 1944 kam es nach Archivberichten sogar zu einem "Nationenkampf" zwischen
Deutschland und Polen. Die Polen triumphierten mit 18:2. Der ehemalige Spitzenboxer "Teddy"
Tadeusz Sobolewski musste die einzige Niederlage einstecken. Darüber war er so verärgert,
dass er noch auf der Stelle eine Revanche forderte. Die Wachleute hatten nichts dagegen
einzuwenden und der deutsche Gegner war zu einem Rückkampf bereit, den "Teddy" noch in der
ersten Runde vorzeitig für sich entschied. Insgesamt trug Sobolewski in Auschwitz 37 Kämpfe
aus, von denen er nur einen verlor. Ähnlich erfolgreich boxte Antoni Czortek, der 1936 noch an
der Olympiade in Berlin teilgenommen hatte. In Auschwitz aber traten er und seine Kameraden
nicht um eine Medaillie an, sondern in bitteren Kämpfen auf Leben und Tod um einen
Kanten Brot, ein Stück Margarine oder einen leichteren Arbeitsplatz.


Diesen und weitere Artikel von Marco Theuer 
findet Ihr auch unter folgendem Link auf www.suite101.de:

Holocaust - die Schicksale verfolgter KZ-Boxer


Wer möchte, kann mir gerne einen Beitrag zur Veröffentlichung zusenden.


*Marco Theuer, Jahrgang 1972, Sportautor und Boxjournalist war selbst jahrelang
aktiver Boxer und Leistungssportler. Als Landesmeister und Ligaboxer kämpfte
er bei Turnieren und Vergleichskämpfen an der Seite von bekannten Boxchampions
wie Sven Ottke oder Oktay Urkal. Dabei besiegte er auch den Junioren-Weltmeister
und zweifachen Vize-Europameister Michal Franek sowie die späteren
Berufsboxweltmeister Robin Reid und Vincenzo Nardiello. Wegen einer schweren
Augenerkrankung musste er jedoch seine Boxkarriere beenden.
Danach arbeite Marco in der Presseabteilung der Münchener Ausländerbehörde.
Heute veröffentlicht der dreifache Familienvater seine Texte in
unterschiedlichen Medien. Außerdem arbeitet er als Trainer, ist als
Talentscout tätig und betreut Berufssportler in PR-Sachen.



Jahreshauptversammlung der Boxabteilung

Am Dienstag, 14. April 2015, laden wir Euch recht herzlich zu
unserer Jahreshauptversammlung der Boxabteilung ein.
Diese findet um 18.30 Uhr in den Clubräumen der Halle Sedanstraße 61 statt.


Das waren nun erst mal die Neuigkeiten der ASV Wuppertal Boxabteilung.
In diesem Sinne, bis zum nächsten Magazin, zum nächsten Klick auf unserer HP
oder auf Facebook, mit immer aktuellen Box-News unter der Facebook-Seite
ASV Wuppertal -Boxen-

André Vogel



neue Einträge
alte Einträge

Der ASV Wuppertal ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.